Indonesien

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Der größte Inselstaat der Erde besteht aus über 14.000 Inseln, die zwischen dem asiatischen Festland und Australien liegen. Der große Artenreichtum auf den überwiegend mit Regenwald bedeckten Inseln macht Fauna und Flora Indonesiens weltweit einzigartig. Ebenso vielfältig wie die Tier- und Pflanzenwelt sind auch die Menschen Indonesiens: 360 verschiedene Sprachen werden auf den Inseln gesprochen. “Bhinneka Tunggal Ika” – Einheit in der Vielfalt – liest man deshalb auf dem indonesischen Staatswappen. Politische und ethnische Spannungen haben Indonesien jedoch zu einem riskanten Reiseziel gemacht.

BALI

Der Legong gehört mit Sicherheit zu den prächtigsten und beeindruckendsten balinesischen Tänzen. Die aufwendig geschmückte Tänzerinnen tanzen die Geschichte eines klassischen balinesischen Epos. Der Legong ist eine Huldigung des Menschen an die Götter.

Die Insel der Götter
Ein Tanz als Huldigung an die Götter? Auf Bali eine Selbstverständlichkeit. Bali wird die “Insel der Götter” genannt, die “Insel der 1000 Tempel” – obwohl es in Wirklichkeit wohl eher an die 10.000 sind. Auf Bali sind Alltag, Kultur und Religion so miteinander verschmolzen, dass sie nicht mehr voneinander zu trennen sind. Für Europäer ist das gleichzeitig schwer nachvollziehbar und absolut faszinierend. Nicht umsonst galt die “Insel der Götter” lange Zeit als Urlaubsparadies schlechthin, als die perfekte Trauminsel, die trotz ihrer geringen Größe – Bali ist kaum größer als Mallorca – jährlich bis zu 1,5 Millionen Besucher verzeichnete.

Am 12. Oktober 2002 wurde dieses Image jedoch mit einem Schlag zerstört: Ein Autobombenanschlag im Touristenort Kuta tötete mehr als 200 Menschen, darunter viele Urlauber. Die Tourismusindustrie brach daraufhin zusammen. Viele Betriebe mussten gegen die Pleite kämpfen. Doch langsam erholte sich der Tourismus, und gut fünf Jahre nach dem Anschlag ist Bali wieder ein beliebtes Urlaubsziel.

Das Majapahit-Reich, der Islam und die Holländer
Die ersten Einwanderer kamen um 1500 vor Christus nach Bali. Es waren Südinder – und aus Indien brachten friedliche Händler auch den Hinduismus mit, der sich um Christi Geburt auf Java, Bali und anderen Inseln des heutigen Indonesiens ausbreitete. Auf Bali entstanden Königsdynastien, für kurze Zeit erreichte die Insel sogar Unabhängigkeit. Im 14. Jahrhundert war Bali Teil der großen und mächtigen Majapahit-Dynastie, die von Java aus über ein Territorium, so groß wie das heutige Indonesien, regierte. Doch im 15. Jahrhundert erreichte der kriegerische Vormarsch des Islam über Sumatra auch Java und zerschlug das einst so mächtige Majapahit-Reich. Der letzte Majapahit-König brachte sich 1478 um; sein Sohn floh mit der gesamten – hinduistischen – Oberschicht auf die Nachbarinsel und ernannte sich selbst zum König von Bali, das so zur letzten Bastion des Hinduismus außerhalb Indiens wurde, bis heute.

So entstand die Gelgel-Dynastie, unter der Kunst und Kultur eine Blütezeit erfuhren. Rund 400 Jahre blieb sie bestehen, bis die Holländer diesem Geschlecht ein Ende setzten. Anfang des vergangenen Jahrhunderts, im Jahre 1908, brachten sie in einem riesigen Gemetzel die Insel unter ihre Kontrolle. 4000 Balinesen wurden damals an einem einzigen Tag getötet, weil sich ein Großteil der damaligen Herrscher angesichts der Überlegenheit der Angreifer für den selbstmörderischen Kampf bis in den Tod entschied. Die niederländische Kontrolle währte nur kurz. Im Zweiten Weltkrieg fiel ganz Indonesien in die Hände der Japaner. Im Jahre 1945 erklärte Sukarno, Anführer der indonesischen Unabhängigkeitsbewegung, die Unabhängigkeit seiner Nation.

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